Fünf Coaches für Ruanda

Im Rahmen der Fußball-Entwicklungshilfe, die der Deutsche Fußball-Bund über den rheinland-pfälzischen Fußball- & Kultur-Verein ins Leben gerufen hat, ist eine Auswahl von Trainern erfolgt, die für vier Wochen nach Ruanda gehen werden.

Auf eine kurzfristige Ausschreibung erfolgten mehr als 20 konkrete Bewerbungen. Sprachkenntnisse und entsprechende Erfahrung in der fußballerischen Ausbildung waren die maßgebenden Kriterien, eine gewisse Abenteuer- und Reiselust der Antrieb für fünf Männer, die am 4. August gemeinsam nach Kigali fliegen werden.

Es wartet eine besondere Herausforderung auf unsere Auserwählten, aber auch eine enorme Erfahrung“, beschreibt Walter Desch, der Vorsitzende des FKV 06, die Aufgabe.

Das vom DFB Präsidenten Dr. Theo Zwanziger beauftragte Vorstandsmitglied aus Alterkülz hielt sich zuletzt Anfang Juni selbst in Ruanda auf, um die kommende Maßnahme „Lehrerausbildung“ zum einen auf der politischen Ebene vorzubereiten und zum anderen selbst einige der Schulen zu besuchen, an denen ab August Lehrer in Fußballgrundlagen ausgebildet werden sollen.

Diese Ausbildung vollziehen die fünf ausgewählten deutschen Trainer gemeinsam mit den fünf im April in Koblenz zu C-Lizenz Trainern ausgebildeten ruandischen Kollegen. Diese Trainerteams sollen unter der Federführung des technischen Direktors vor Ort, den vom DFB und dem Auswärtigen Amt entsandten Michael Weis, pro Woche jeweils 25 Lehrer und Lehrerinnen für den Fußball begeistern und Grundkenntnisse der Trainingslehre vermitteln“, erläutert Desch den Plan, den die folgenden Herren in die Tat umsetzen sollen:

Alois Stroh ist als Jugendbildungsbeauftragter des Fußballverbandes Rheinland ein erfahrener Trainer, der auch schon mehrfach Ausbildungen in Ruanda durchgeführt hat. Der 56-jährige „alte Hase“ aus Wittlich konnte seine Erfahrungen bereits im Rahmen des ersten Treffens des Quintetts in Koblenz einbringen.

Auslandserfahrung können auch weitere Kandidaten vorweisen.
Nicolai Adam ist frischgebackener Fußballlehrer aus Frankfurt, der schon in Japan und Australien Trainererfahrung sammeln konnte.
Ebenfalls Fußballlehrer ist Andreas Spier aus Wiesbaden.
Aus Harxheim in der Nähe von Mainz kommt Michael Gengelbach, der im September in Edenkoben seine B-Lizenz erreichen möchte.
Der Senior im Team ist Ernst Efferz. Der 60-jährige Lehrer im Ruhestand bringt neben der erforderlichen Lizenz eine Menge Reiseerfahrung mit, sowie das pädagogische Know-How.

Wir sind von der Auswahl unserer Männer überzeugt, zumal es sich um ein ehrenamtliches Engagement handelt. Es geht hier um Entwicklungshilfe“, konstatiert Desch, der in dieser Lehrerausbildung den Anfang für weitere Maßnahmen sieht.

Ausgestattet werden die Trainer mit Trainingsequipment und T-Shirts für die Lehrgangsteilnehmer mit der Aufschrift „Coaches for Ruanda“.
Ziel der Aktion ist, den Fußball im rheinland-pfälzischen Partnerland an der Basis anzuschieben – und zwar sowohl für Jungen als auch für Mädchen.



In Kigali sprach Walter Desch mit den Verantwortlichen des ruandischen Fußballverbandes FERWAFA - man blickt zuversichtlich in die Zukunft.