Ein Frauenfußball-Entwicklungshilfeprojekt
in
der ruandischen Partnergemeinde von Holzheim
Gemeinsam mit den Holzheimer Ruandaaktivisten Bernd Klees und Harald Welz
reiste der Ruandabeauftragte Helmut Weimar in der ersten Dezemberwoche
zu einem 5-tägigen Arbeitsbesuch in die Partnergemeinde Rambura im
Nordwesten Ruandas. Primär galt der Besuch dem Berufsausbildungszentrum
Kibihekane mit abschließender Besprechung über das zukünftige
Ausbildungsverfahren. Hierüber und über weitere Entwicklungsprojekte
wird nach Vorlage des Gesprächsprotokolls noch gesondert berichtet.
Die Holzheimer hatten bei ihrem Besuch auch Gelegenheit sich über
den aktuellen Leistungsstand der Fußball-Juniorinnen nach erfolgreichem
Trainingslager Ende Mai im Diezer Schloss Oranienstein zu informieren.
Nach der Rückkehr der Mädchen in ihre Heimat wurde sofort offiziell
der Rambura Women Football Club gegründet. Ein Novum, denn es ist
der erste Fußballclub Ruandas, in dem ausschließlich Frauen
organisiert sind. Mit Frau Mukashema Consolee wurde eine junge, talentierte
Trainerin verpflichtet, die als Lehrgangsbeste einen Trainerinnenlehrgang
des Fußball- und Kultur-Vereins RLP absolviert hat. Das zweimalige,
wöchentliche Training wir durchschnittlich von 24 Mädchen, die
überwiegend im Internat der Mädchensekundarschule Rambura untergebracht
sind, besucht.
Ein wichtiger Beitrag für den sozialen Frieden und die Freizeitgestaltung
in dieser ländlichen Region. Dies beweisen auch die hohen Zuschauerzahlen
und die Begeisterung der Menschen bei den Spielen der Mädchenmannschaft.
Während des Besuchs der Holzheimer fand ein Spiel der Juniorinnen
gegen eine Frauenauswahl des Sektors Bigogwe statt. Die Mädchen aus
Rambura waren ihren Gegnerinnen hoch überlegen und siegten vor ca.
2.000 Zuschauern mit 3:0. Absoluter sportlicher Höhepunkt war ein
Testspiel am Freitag, dem 04.12. in der Hauptstadt Kigali gegen den Meister
der 1. Frauenliga Ruandas, den AS Kigali mit 5 Nationalspielerinnen. Die
17-jährigen Mädchen aus Rambura, waren gut auf ihre Gegnerinnen
eingestellt und boten eine kämpferisch und spielerisch gleichwertige
Leistung. Dank der größeren Erfahrung siegte die Meistermannschaft
aus Kigali letztlich mit 4:0.
Zufrieden über den Leistungsstand ihres Rambura Women Football Clubs
reisten die Holzheimer zurück in ihre Heimat mit der Erkenntnis,
dass sich die Investitionen in dieses Team gelohnt haben. Gemeinsam mit
dem DFB und dem FKV06 wird die Holzheimer Ruandahilfe die Mädchen
auch in Zukunft unterstützen. Dies nur mit Mitteln aus dem Sport,
unabhängig von anderen Projektmitteln.
Bericht: Helmut Weimar
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