Coaches in und für Ruanda
FKV 06 Maßnahmen 2008 laufen auf Hochtouren

Während in Österreich und der Schweiz die zurzeit besten Fußballnationen Europas ihre Kräfte messen, setzt der „Fußball- &Kultur-Verein Rheinland-Pfalz 2006“ mit seinen Coaches Andreas Spier und Alois Stroh die begonnene Aufbauarbeit in Ruanda fort.

Für den Deutschen Fußballbund führt der FKV 06 seit 2007 Projekte zur Entwicklung des Fußballsports in Ruanda durch. Bereits Mitte April diesen Jahres absolvierte die neu formierte ruandische Frauennationalmannschaft ein Trainingslager in Koblenz und konnte dabei ihre ersten offiziellen Spiele bestreiten.

Im vergangen Jahr konnten Spier und Stroh mit weiteren deutschen Trainern insgesamt mehr als 170 ruandischen Lehrern und Fußballern Grundlagen des Fußballtrainings vor Ort vermitteln. Dieses Projekt findet seit Anfang Juni seine Fortsetzung. In den Städten Kigali, Butare, Rwamagana, Musanze und Gisenyi werden wie 2007 Wochenlehrgänge zur Vermittlung von Grundwissen durchgeführt, sowie Zweiwochenlehrgänge zur Vermittlung erweiterten Fußballwissens.
Ziel ist es, den 150 Teilnehmern Fachkenntnisse weiterzugeben und so Strukturen für einen geregelten Spielbetrieb zu schaffen. Die deutschen Coaches werden gemeinsam mit ruandischen Co-Trainern Lehrer, Spieler und Trainerneulinge in Theorie und Praxis unterrichten.

Ausgestattet sind die Trainer mit einer Menge Trainingsequipment, Zertifikaten und T-Shirts die Teilnehmer. In Ruanda wird das Projekt durch den technischen Direktor des ruandischen Fußballverbandes, den Deutschen Michael Weiß, koordiniert.

Abschließend wird in der Hauptstadt Kigali ein einwöchiges Trainingscamp der ruandischen Frauennationalmannschaft durchgeführt. Hierbei wird Andreas Spier, der dieses Team bereits im April in Deutschland betreute, auf bekannte Gesichter stoßen.

Ab dem 14. Juli werden dann in Koblenz weitere „Co-Trainer“ für Ruanda ausgebildet.
Zum zweiten Mal nach 2007 wird der FKV 06 einen internationalen Trainerlehrgang durchführen, bei dem unter anderen auch acht ruandische Teilnehmer die C-Schein Ausbildung durchlaufen werden. Dadurch erhöht sich die Zahl der qualifizierten Trainer in Ruanda.

Der in englischer Sprache abgehaltene Lehrgang wird vom britischen Fußballlehrer Colin Bell geleitet und dauert bis zum 1. August. Wer Interesse hat kostenlos an diesem Lehrgang in der Sportschule Oberwerth in Koblenz teilzunehmen, kann sich unter der folgenden Adresse bewerben:

Fußballverband Rheinland
Lars Maylandt
Lortzingstraße 3
56075 Koblenz
Tel.: 0261-135183
E-Mail: larsmaylandt@fussballverband-rheinland.de

Auch deutsche Teilnehmer sind willkommen, um zudem die Mitorganisation des Rahmenprogramms zu übernehmen.

Wenn die ruandischen Teilnehmer Anfang August nach Hause reisen werden, sollen sie im „Übergepäck“ zahlreiche Materialien wie Trikots, Bälle, Leibchen etc. mitnehmen. Hierfür werden die rheinland-pfälzischen Fußballvereine gebeten, überschüssige oder ausrangierte Materialien bei den Verbänden in Koblenz oder Edenkoben abzugeben, damit diese in Ruanda einen guten und sinnvollen Zweck erfüllen können.

„Gerade jetzt, zwischen den Spielzeiten, ist Gelegenheit in den Materialräumen Ordnung zu schaffen,“ spricht FKV 06 Geschäftsführer Thomas Theisen aus eigener Erfahrung. „Wir haben z.B. bei uns in Mülheim-Kärlich bereits ausgemistet und brauchbare Materialien für Ruanda zur Verfügung gestellt.“
>Sach- oder Geldspenden zu diesem Zweck sind natürlich selbstverständlich ebenfalls herzlich willkommen.

Text und Fotos: TomTom PR Agentur