Trainer erfüllten ihren Auftrag

Die fünf vom FKV 06 nach Ruanda entsandten Coaches sind erschöpft aber wohlbehalten heimgekehrt. Koblenz. Was am 03. August mit vorsichtigem Optimismus und etwas Ungewissheit begonnen hat, endete am 02. September mit der Gewissheit, dass das „Coaches für Ruanda“ Projekt bei der Premiere alle Erwartungen übertroffen hat. Nicht ohne Stolz konstantiert FKV Vorsitzender Walter Desch: „ Die Idee war offensichtlich ebenso gut wie unsere Trainerauswahl.“

Die fünf entsandten Trainer: Michael Gengelbach, Ernst Efferz, Nicolai Adam, Alois Stroh und Andreas Spier führten jeweils 3 Basislehrgänge an zentralen Orten in Ruanda durch. Dabei zählte die FERWAFA, der ruandische Fußballverband, 375 Teilnehmer – davon 30% Frauen – die mit einem entsprechenden Zertifikat nach einer Woche nach Hause gingen.

Ziel der Ausbildungswoche war Grundkenntnisse des Fußballtrainings zu vermitteln, damit die Lehrer und Lehrerinnen den Fußball in den Schulen zum festen Bestandteil der Schulwoche installieren können. Nach vor Ort Recherche stellte Walter Desch gemeinsam mit der ruandischen Politik fest „dass der Fußball gerade an der Basis enorm helfen kann, bei der Zusammenführung eines gebeutelten Volkes.“ Die hohe Zahl an teilnehmenden Frauen begeistert um so mehr, da Ziel des gesamten Programms auch der Aufbau des Frauenfußballs in Ruanda ist.

Wie groß der Stellenwert der Lehrgangsteilnahme - und auch des Zertifikats ist, lässt sich alleine daran messen, dass „schon fünf meiner teilnehmenden Lehrer aufgrund des Fußballzertifikats eine Festanstellung erreicht haben“, berichtet Michael Gengelbach, stellvertretend für seine Kollegen.

Alois Stroh, der als einziger der fünf Pioniere schon mehrfach Ruanda besucht hatte, wusste bei anfänglichen organisatorischen Startschwierigkeiten aller ortens zu helfen und konnte ebenfalls ein positives Fazit ziehen: „Wir konnten wirklich effektiv arbeiten, weil speziell die fünf – vorher in Koblenz beim internationalen Trainerlehrgang – vorbereiteten Co-Trainer eine große Hilfe darstellten.“

Das Gesamtprogramm wurde von vorne herein auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, sowohl zur Förderung des leistungsorientierten Fußballs in Ruanda, als auch zur Stärkung der Basis. „Unser Weg ist der richtige“, fühlt sich Walter Desch durch den Lehrgangserfolg bestätigt, „und der DFB hat uns schon mitgeteilt, dass mit Stolz und Zufriedenheit die Planungen für weitere Maßnahmen in 2008 frei gegeben wurden.“

Die möglichen Aufbaulehrgänge im nächsten Jahr sorgen also evtl. für ein Wiedersehen des ein oder anderen „Coaches für Ruanda“ in Kigali, Butare, Gyseni, Musanse und Ramadana.

Zu Beginn des Programms stand im April ein Trainingslager der ruandischen U 18 Nationalmannschaft in Koblenz. Dieses Team rundet den Katalog für 2007 vom 17. September bis zum 01. Oktober auch ab – beim 2. Trainingslager auf dem Oberwerth.

Die fünf FKV Coaches mit ihren ruandischen Assistenten, die im Mai in Koblenz den internationalen Trainerlehrgang absolviert hatten.

 

FKV 06 Trainer Nicolai Adam inmitten glücklicher Absolventen.