Als Toni Kahl in den Bombenkrater kletterte
Der FKV 06 betreut aktuell ein neues „Inlands“ Projekt neben der weiterhin aktiven Förderung des Fußballs in Ruanda.
Unterhaltsame Stunden rund um 60 Jahre Fußball-Toto
und 60 Jahre Fußball in Rheinland-Pfalz erlebten rund 50 geladene
Gäste beim ersten „Toto-Abend“ von Lotto Rheinland-Pfalz.
Der vom Geschäftsführer des Fußball- und Kulturvereins
(FKV06), Tom Theisen, moderierte Abend in Kamp-Bornhofen war der Auftakt
zu einer Veranstaltungsreihe, die quer durch das Bundesland interessierte
Menschen über die Anfänge des Fußballs und dessen enge
Beziehung zu Lotto Rheinland-Pfalz und seinen Sportwetten erzählen
wird.
In Kamp-Bornhofen berichtete unter anderem Toni Kahl, der Ehrenvorsitzende
des Fußballverbandes Rheinland und Reporterlegende der 50er und
60er Jahre, über die Anfänge des Fußballs im Rheinland.
Gespannt lauschten die Zuhörer, als er von der Geburtsstunde der
ersten Fußball-Ligen nach dem Krieg erzählte und sich erinnerte,
wie er bei einem Spiel seines SV Vesalia Oberwesel in Mayen über
20 Mal den Ball aus einem in der Mitte des Platzes befindlichen Bombenkrater
fischen musste. Äußerst unterhaltsam erzählten auch der
54er Weltmeister Horst Eckel sowie Trainer-Weltenbummler Rudi Gutendorf
von der Zeit, als der Fußball nach dem Krieg wieder langsam Fuß
fasste. Pointiert berichtete Gutendorf – damals fester Bestandteil
der legendären Mannschaft von TuS Neuendorf – von den Spielen
gegen den 1. FC Kaiserslautern und forderte Horst Eckel zum verbalen Schlagabtausch
heraus.
Passend dazu las Stefan Kieffer, Sportchef der Koblenzer Rhein-Zeitung,
einige Passagen aus dem gerade erschienenen Buch „60 Jahre Toto.
60 Jahre Fußball in Rheinland-Pfalz“ vor, das unter seiner
redaktionellen Leitung entstanden ist. Gespannt, beinahe andächtig
lauschten die Gäste den Geschichten über die fußballerische
Laufbahn des Horst Eckel sowie über den Werdegang der TuS Neuendorf.
Auch Walter Desch, der FKV Vorsitzende, berichtete aus seinem Blickwinkel
über die Anfänge des Fußballs nach dem Krieg. Der in Aschaffenburg
geborene und aufgewachsene stellvertretende Lotto-Aufsichtsratsvorsitzende
ergänzte die Berichte der rheinländischen und pfälzischen
Zeitzeugen nahezu perfekt. Perfekt war auch der Erlös der Tombola,
die an diesem Abend ausgerichtet wurde. Kamp-Bornhofens Bürgermeister
Frank Kalkofen und der ebenfalls aus Kamp-Born-hofen stammende Innen-Staatssekretär
Roger Lewentz durften sich über einen von der Lotto Rheinland-Pfalz
– Stiftung auf 1.500 Euro aufgestockten Scheck freuen. Das Geld
wird zur Einrichtung einer Pumpe am Heiligen Antonius in der Gemeinde
am Rhein verwendet.
„Die Premiere war noch besser als ich dachte“, staunte Walter
Desch nicht schlecht nach unterhaltsamen 90 Minuten in gemütlicher
Runde. „Das Rheinland, Rheinhessen und die Pfalz können sich
auf sechs weitere Nostalgie-Abende dieser Art freuen“, frohlocket
FKV Schatzmeister Josef Hens, „dafür kann man sich bei Lotto
Rheinland-Pfalz schon einmal im Voraus bedanken.“
Anfang April werden die nächsten verdienten Zeitzeugen eingeladen
– dann nach Selzen, Rheinhessen und Dierbach an der südlichen
Weinstraße.
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Hauptdarsteller eines unterhaltsamen Abends: (hinten von links) Walter Desch (FKV-Vorsitzender), Kamp-Bornhofens Bürgermeister Frank Kalkofen, Buch-Autor Stefan Kieffer, Innenstaatssekretär Roger Lewentz sowie (vorne von links) Reporterlegende Toni Kahl, FKV-Schatzmeister Josef Hens, 54er Weltmeister Horst Eckel und Trainer-Legende Rudi Gutendorf.
Thomas Theisen (Geschäftsführer FKV06) |