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27. April 2006
Mit dem WM-Schiff über Mosel und Rhein<
Hans-Peter Schössler: „Eine Liebeserklärung an das Ehrenamt“
Hans-Peter Schössler, Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz, brachte es auf einen Nenner: „Wenn die Gäste der Fußball-Weltmeisterschaft nach Hause fahren und sagen: ,Es war toll in Deutschland. Schade jedoch, dass wir nicht alle in Rheinland-Pfalz waren’, dann bin ich zufrieden.“ Schössler verlieh damit nicht nur seiner persönlichem – nicht ganz, und irgendwie doch ganz ernst gemeinten Meinung Ausdruck. Und er fand die Zustimmung einer hochkarätigen Mitstreiter-Runde, die sich am heutigen Donnerstag in der Sportschule Oberwerth zu einer Präsentation der WM-Aktivitäten, schwerpunktmäßig der Ehrenamtstour auf Rhein und Mosel, den Vertretern der Presse stellte: Nämlich von Innenminister Karl Peter Bruch, dem Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger, dem WM-Beauftragten des Landes Dr. Franz-Josef Kemper, sowie dem Präsidenten des FV Rheinland, Walter Desch.
Nachdem Desch kurz die Idee zu dieser Schifffahrt, bei der vom 25. bis zum 28. Mai etwa 3000 Ehrenamtler aus allen Bereichen bei buntem Programm auf dem Schiff selbst und „Riesen-Spektakel“ an den Haltestellen zwischen Trier und Bonn unterhalten werden. Desch: „Das Rheinland ist so schön, da wollten wir die bundesweite Ehrenamtsaktion nicht in einen Saal verlagern. Hier bieten sich bei uns doch die Flüsse geradezu an, den Gästen unser Bundesland auf in ganz Deutschland einmaliger Art und Weise zu präsentieren.“
Einen Satz, den Dr. Zwanziger aufgriff. Zwanziger betonte, dass das Land mit Ministerpräsident Kurt Beck an der Spitze, die beiden Verbände Rheinland und Südwest, noch per Staatsvertrag unterstützt von ODDSET-Lotto Rheinland-Pfalz, eine besondere Möglichkeiten genutzt hätten, mit dieser Fahrt das WM-Gefühl durch das Bundesland zu transportieren. „Wir vom DFB sind damit mehr als zufrieden. Was hier geboten wird ist exakt das richtige Pulver zum Startschuss für die Weltmeisterschaft.“
Begeistert äußerte sich auch Hans-Peter Schössler, der als ehrenamtlicher Leiter des WM-Organisationsbüros Kaiserslautern davon sprach, dass „im steten Miteinander unheimlich kreativ“ gearbeitet wurde. „Wir haben alle Chancen genutzt, das Land von seiner schönsten Seite zu zeigen. Die Schiffstour ist darüber hinaus die unglaublichste Liebeserklärung für an das Ehrenamt.“ Einen Seitenhieb konnte sich Schössler dann jedoch nicht verkneifen: „Wir sind besonders stolz, dass unsere Sportwette ODDSET maßgeblichen Anteil an dem Gesamterfolg hat. Das Ehrenamt wird sicherlich nie ins Gedankengut eines privaten Wettanbieters einfließen.“
Für Innenminister Karl Peter Bruch stellte sich im Zusammenhang mit den Leistungen rund um die Weltmeisterschaft ein Luxusproblem: „Ich lobe ungern die eigene Sache, aber was unser Bundesland geleistet und angeboten hat, das kommt schon einer Vorreiterrolle gleich. Wenn man sieht, dass allein mehr als 1100 Ehrenamtler während der Spiele im Rettungsdienst im Einsatz sind, dann geht doch einfach das Herz über. Und das ist nur ein Bruchteil dessen, was auf einer ständig wachsenden Woge der Begeisterung getragen wird. Eine solche Schifffahrt motiviert weiter und trifft ins Herz des Ehrenamtsgedankens.“
So erwähnte dann auch Dr. Franz-Josef Kemper, dass es sich hier um eine weitgehend offene Veranstaltung handelt: „Wenn es am 25. Mai in Trier heißt: Leinen los, dann sind alle Kommunen, die angesteuert werden, und alle Menschen total ins Programm einbezogen. Einmal in das gesamte Stimmungsbild, das sich von Bord während der Aufenthalte an Land verlagert. Zum anderen auch an Bord, denn um freie Platze zu besetzen werden Gäste aus aller Herren Länder zur Mitfahrt auf einer Etappe eingeladen.“
Vielleicht zur Etappe nach Boppart, wo ein Schinderhannes-&UUML;berfall droht. Oder aber auf die Abschlussetappe nach Worms, wo ab 12 Uhr auf der RPR-Bühne das große Finale stattfindet, zu dem auch noch Südwestler mit den Sonderzügen Fritz Walter, Ottmar Walter und Horst Eckel anreisen.
Weitere Infos sind im Internet zu finden unter: www.wmschiff.de
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